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Entrepreneurship Education

In dem Forschungsvorhaben wird ein Konzept zur Vereinbarkeit ethischer und individualisierter Handlungskompetenz in der Entrepreneurship Education begründet und entwickelt. Ziel ist die Ergänzung bestehender, weitgehend auf die Förderung beruflicher Kompetenzen fokussierter Modelle um den Aspekt der Konsequenzen und Folgewirkungen ethisch-wirtschaftlichen Handelns. Das Vorhaben folgt somit dem didaktischen Leitprinzip der Stiftungsprojekte im Bereich Bildung & Forschung.

Derzeit erscheint die Förderung der freien Willensbildung als ein Grundsatz der Pädagogik nicht gewährleistet. Stattdessen dominiert verbreitet eine wirtschaftsdidaktische Ausrichtung der Entrepreneurship Education rein auf die Vermittlung ökonomischen Fachwissens. Weil der gesamtgesellschaftliche Kontext ökonomischer Handlungen und ihrer Folgewirkungen etwa in den zahlreichen Förderprogrammen zur Unternehmensgründung bislang kaum einbezogen wird, droht ein Determinismus ökonomischer Denkausrichtung. Das Resultat wäre ein Absolut-Setzen der Ökonomie, die zur Norm selbst und damit als Rechtfertigung ihrer eigenen ethischen Handlungsposition dienen würde. Im Widerspruch dazu ist Bildung aus pädagogischer Perspektive als die Fähigkeit zur Selbstveränderung, Urteilsfähigkeit und Ausformung des eigenen Willens sowie zum reflexiv-kritischen Hinterfragen des eigenen Handelns zu verstehen.

Vor diesem Hintergrund fokussiert das Forschungsvorhaben auf das Thema „Ethik in der Entrepreneurship Education“. Dabei wird zunächst die Dilemmasituation zwischen der in der Innovationsschöpfung für die Gesellschaft begründeten kollektiven Bedeutsamkeit individueller Handlungsorientierung auf der einen und individueller moralischer Willensbildung innerhalb der ökonomischen Entscheidungsfindung zum Entrepreneurship auf der anderen Seite analysiert. Darauf aufbauend erfolgt die vorgesehene Entwicklung eines handlungsorientierten Konzepts, das sowohl die bestehenden individuellen Kompetenzen und Werte als auch den individuellen Beitrag zum Kollektiv und der Gesellschaft reflektiert.  Die gewonnenen Erkenntnisse können in die Praxis der Entrepreneurship-Education-Forschung überführt werden und somit im Allgemeinen der ökonomischen Bildung zur Verfügung gestellt werden.

Projektpartner
Das Projekt ist Teil des Programms „Ethik in der beruflichen Ausbildung“, das die Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik gemeinsam mit der Dr. Jürgen Meyer Stiftung durchführt.

Ansprechpartner

Calvin Tiet
Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik

calvin.tiet@stiftung-wirtschaftsethik.de
040 / 878790570