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Wirtschaft & Verantwortung

Die praxisnahen Projekte der Stiftung aus dem Bereich Wirtschaft & Verantwortung thematisieren verantwortungsvolles Handeln im wirtschaftlichen Kontext und fragen nach dessen Voraussetzungen im Unternehmen. Dabei werden die Möglichkeiten und Grenzen ethischen (-sozial-ökologischen) Wirtschaftens betrachtet, ohne dabei den Blick auf die realen (!) Bedingungen globaler wirtschaftlicher Verflechtungen zu verlieren. Auf dieser Grundlage können Handlungsrahmen und Verhaltenskodizes für Führungskräfte und Entscheidungsträger der Zukunft erarbeitet werden.

Diskurs zur unternehmerischen Verantwortung

Entscheidend ist, dass gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen nicht für alle Branchen, Unternehmensgrößen und Organisationsstrukturen einheitlich definiert werden kann. Wo unternehmerische Verantwortung anfängt, wo sie aufhört und welche Bereiche sie abdecken sollte, ist immer auch Teil der öffentlichen und politischen Debatte. Dabei spielen nationale und internationale Rahmenbedingungen wie die Global Reporting Initiative, der Global Compact, die OECD-Guidelines etc. eine wichtige Rolle. Sie legen die kulturübergreifenden Mindeststandards fest, an denen sich unternehmerische Verantwortung messen lassen muss.

Transparenz und Überprüfbarkeit

Diese transparente Überprüfbarkeit ist vor dem Hintergrund des erkennbaren Glaubwürdigkeitsdefizits der sozialen und ökologischen Unternehmensbemühungen von großer Bedeutung. Denn nicht nur NGOs und Journalisten, sondern auch kritische Verbraucher sehen hinter CSR-Aktivitäten von Unternehmen immer häufiger Marketingkonzepte oder interpretieren sie gleich als Greenwashing. Entscheidend für die Glaubwürdigkeit von CSR-Konzepten ist deshalb, ob es sich dabei lediglich um ein Kommunikationsinstrument handelt, oder ob die ethisch-sozialen Fragen der Wertschöpfung von Unternehmen berücksichtigt und in die Geschäftsprozesse und damit in die Unternehmensstrategie integriert werden.

Im Zentrum der Stiftungsarbeit in diesem Feld steht deshalb eine ethische Risikoanalyse (ethical risk assessment) mit Branchenfokus als Ausgangspunkt für lösungsorientierte Dialoge zwischen Unternehmen, Politik und NGOs.