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Moderation von Ethikkommissionen

Wie können Kommissionen, die sich mit der Lösung ethischer Fragen beschäftigen, so angeleitet werden, dass sie praktikable und qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen? Dr. Imke Heitkamp entwickelt in ihrer von der Stiftung geförderten Arbeit eine Moderationsmethode für Ethikkommissionen, die deren Arbeit verbessern und beschleunigen soll.

Die Lösung von Problemen ethischer Natur kann grundsätzlich nicht mit „richtig“ oder „falsch“ beurteilt werden, da derartige Probleme von der eingenommenen Perspektive und den zugrunde gelegten Werte abhängig sind. Gleichzeitig sind ethische Aushandlungsprozesse sehr störungsanfällig, weil die Beteiligten eigene Interessen verfolgen, oftmals unter großem Erfolgs- und Konsensdruck stehen und nicht über alle relevanten Informationen verfügen.

Am Beispiel einer konkreten Produktionsverlagerung von Deutschland ins Ausland und der allgemeinen Frage nach der moralischen Bewertung von Produktionsverlagerungen hat Dr. Imke Heitkamp die Arbeit von Ethikkommissionen untersucht und Gütekriterien für die Bewertung deren Arbeit entwickelt und getestet. Davon ausgehend wurde durch die Anwendung von Kenntnissen aus der sozialpsychologischen Gruppenforschung eine Moderationsmethode für Ethikkommissionen entwickelt, die geeignet scheint, die Qualität und Effektivität von Ethikkommissionen zu verbessern.

Literatur:

Heitkamp, I., Borchardt, H. & Witte, E. H. (2005). Zur simulierten Rechtfertigung wirtschaftlicher und medizinischer Entscheidungen in Ethikkommissionen: Eine empirische Analyse des Einflusses verschiedener Rollen. Hamburger Forschungsberichte aus dem Arbeitsbereich Sozialpsychologie (HaFoS 55). Universität Hamburg.

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