Politische Kontroversen im Unterricht – Lehrkräfte für Interviews gesucht

Caroline Breithaupt

Politische Kontroversen im Unterricht – Lehrkräfte für Interviews gesucht

Kontrovers – aber nicht grenzenlos? Politiklehrkräfte im Umgang mit polarisierenden parteipolitischen Positionen. Forschungsprojekt im Rahmen einer Masterarbeit im Bereich der Politikdidaktik an der Universität Hamburg. 

Wie gehen Politiklehrkräfte damit um, wenn politische Diskussionen im Unterricht emotional werden oder polarisieren? Wann greifen sie ein, wann geben sie unterschiedlichen Positionen Raum und wo ziehen sie Grenzen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine empirische Studie unter Hamburger PGW-Lehrenden. 

Gerade bei Themen wie Migration, Klimaschutz oder Geschlechterrollen vertreten Jugendliche teilweise sehr unterschiedliche Positionen, die auch durch gesellschaftliche und parteipolitische Debatten geprägt sein können. So können Diskussionen entstehen, die nicht nur politisch, sondern auch persönlich und emotional geführt werden. Mich interessiert, wie Lehrkräfte solche Situationen erleben und mit ihnen umgehen. Ich möchte nicht nur erfahren, welche Schwierigkeiten sich ergeben, sondern auch, wie Lehrkräfte kontroverse oder provokante Äußerungen für den Unterricht aufgreifen und für politische Lernprozesse nutzen.

Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Lehrkräfte und die pädagogisch-didaktischen Überlegungen, die ihren Entscheidungen zugrunde liegen. Es geht ausdrücklich nicht darum, einzelne Unterrichtssituationen oder das Verhalten von Lehrkräften als richtig oder falsch zu bewerten. Nach Ihrer eigenen Parteipräferenz oder Ihrem Wahlverhalten frage ich nicht.

Für meine Untersuchung suche ich Politiklehrkräfte an Hamburger Schulen, die bereit sind, mit mir über ihre Unterrichtserfahrungen zu sprechen. Angesprochen sind Lehrkräfte, die PGW, Gesellschaft oder ein vergleichbares Fach unterrichten, unabhängig von Schulform und Berufserfahrung.

Die Interviews dauern voraussichtlich 45 bis 60 Minuten und werden als offene, leitfadengestützte Gespräche geführt. Ort und Zeitpunkt können individuell vereinbart werden. 

Eine Tonaufnahme erfolgt nur mit Einwilligung. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und für die wissenschaftliche Auswertung pseudonymisiert. Namen von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Schulen werden in der Arbeit nicht veröffentlicht, und geschilderte Situationen werden so verändert, dass Rückschlüsse ausgeschlossen sind.

Neben der Masterarbeit soll eine Handreichung für den PGW-Unterricht sowie eine zweistündige Einheit innerhalb eines Didaktikseminars an der Universität Hamburg entstehen. 

Für Ihre Bereitschaft bedanken wir uns mit kleinen Zuwendungen an die Schulen/Schulvereine zur Unterstützung von Projekten/Vorhaben/Exkursionen/Anschaffungen für den gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht.

Wenn Sie Interesse haben, an einem Interview teilzunehmen, freuen wir uns über eine kurze Nachricht per E-Mail oder telefonisch. 

Wissenschaftliche Betreuung: Dr. Claire Moulin-Doos, Universität Hamburg und Dr. Jesco Kreft, Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik

Kontakt: Caroline Breithaupt · caroline.breithaupt@stiftung-wirtschaftsethik.de · +49 173 8843010