• Bild 1
  • Bild 2
  • Bild 3
  • Bild 4
  • Bild 5

Entscheidet die Bildungspolitik die Landtagswahl in NRW?

Nach aktuellen Ergebnissen des Ethik-Monitors entscheidet sich die Landtagswahl in NRW anhand der Programmatik und weniger durch die Spitzenkandidaten.

Die Rolle der Spitzenkandidaten und die persönliche Bindung an die Parteien spielen für Wahlentscheidung in NRW keine große Rolle

Für die Wähler in NRW spielen die Programmatik und die Konsequenzen des Wahlergebnisses auf die Bundespolitik die größte Rolle für die eigene Wahlentscheidung. 78,8 Prozent der Bundesbürger halten die Programmatik für wichtig, 69,8 Prozent geben an, dass der Einfluss auf die Bundespolitik für die eigene Wahlentscheidung ausschlaggebend ist. Deutlich weniger wichtig sind mit 40,9 Prozent die Spitzenkandidatin und mit 30,3 Prozent die persönliche Bindung an die Partei. Die allgemeine schlechte Einschätzung der Regierungsarbeit auf Bundesebene, insbesondere die der FDP, könnte sich demnach negativ auf CDU und FPD auswirken.

Die Bildungspolitik verhilft der SPD zum Wahlsieg

Im Vergleich zum Wirtschafts- und sozialen Sicherungssystem wird die Funktionsweise des Bildungssystems in NRW schlecht bewertet. Lediglich 18, 7 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das Bildungssystem in NRW gut funktioniert. Immerhin 32 Prozent halten das Wirtschaftssystem für gut. Fast die Hälfte der Befragten (49%) hält das Bildungssystem für schlecht. Erfahrungen aus vergangenen Landtagswahlen zeigen, dass die Bildungspolitik derzeit eine der wichtigsten Gründe für die Wahlentscheidung auf Landeseben darstellt. Die Kandidatin der SPD Hannelore Kraft kann auf diesem Politikfeld deutlich gegenüber ihrem Widersacher von der CDU punkten. 44,6 Prozent der Befragten schreiben Frau Kraft Kompetenz auf diesem Gebiet zu. Rüttgers halten hier lediglich 17,3 für kompetent. „Die Bildungspolitik könnte bei dieser Wahl den Ausschlag für die SPD geben“, so der Politikwissenschaftler Prof. Joachim Behnke von der Zeppelin Universität.

Hannelore Kraft ist die ehrlichere und glaubwürdigere Kandidatin

Auch weiche Faktoren spielen für die Wahlentscheidung eine Rolle. Auf die Frage nach welchen Werten der ideale Politiker sein Handeln ausrichten soll, steht die Ehrlichkeit mit 56,2 Prozent deutlich an erster Stelle. An zweiter Stelle rangiert der Wert Glaubwürdigkeit mit 39,5 Prozent. Bei beiden Werten kann die SPD-Kandidatin den Ministerpräsidenten klar hinter sich lassen. 32,9 Prozent der Befragten halten Frau Kraft für ehrlich, lediglich 15,3 Prozent votieren für Rüttgers. Bei der Glaubwürdigkeit schlägt die SPD-Spitzenkandidatin den CDU-Mann mit 32,9 zu 15,3 Prozent. Beim negativen Wert des Eigeninteresses liegt Rüttgers vor Kraft. 37,2 Prozent glauben, dass Rüttgers mehr am eigenen Wohlergehen interessiert ist. Nur 17,7 Prozent behaupten das von der SPD-Frau Kraft.

Bei Rückfragen zu den Ergebnissen wenden Sie sich bitte an Tim Bendixen unter tim.bendixen@wertevolle-zukunft.de

Timeline